Wort zum Freitag - Politik

In letzter Zeit habe ich mich immer wieder gefragt, wie weit sich Kirchen in die Politik einmischen sollten. Schon nur aus dem Grund, dass wir eine Trennung zwischen Staat und Kirche haben (welche scheinbar sehr flexibel umgesetzt wird oder noch gar nicht besteht), sollten die Kirchen die Finger aus politischen Angelegen halten.

Doch immer wieder merke ich, dass es sehr schwierig ist dies umzusetzten, insbesondere wenn Parteien und ihre Initiativen die Grundwerte einer Religion verletzen.

Als gläubiger Pastafari gelingt es mir immer weniger die Meinungen anderer, welche meinen Glauben verletzen, zu akzeptieren. Und so komme ich zum Entschluss, dass unterschieden werden muss, ob sich eine Kirche zu einem Thema positioniert oder sich in die Politik aktiv einmischt und so auch mitmischt. Wenn eine Religion oder Kirche aktiv in der Politik mitbestimmt, was bei uns viel zu häufig geschieht, ist dies eine klare überschreitung der Aufgaben. Aber Stellung beziehen können die Kirchen so häufig und dies sollten sie auch. 

Nun kann ich auch über die Selbstbestimmungsinitiative der SVP schreiben, ohne dass ich mir vorwürfe machen müsste, ich hätte mich in ein Thema eingemischt, welches mich nichts angeht.

Bei einer Annahme der Initiative, würde das Schweizer Volk unser Recht über die Menschenrechte und so über die Europäische Menschenrechtskonvention stellen. Dies darf nicht geschehen und würde die Grundwerte unseres Glaubens verletzten.

Wir als Pastafari sind eine Kirche welcher viel unrecht getan wurde und immer noch wird, durch die Abschaffung oder möglichen Umgehung der Menschenrechte könnte diese Diskriminierung legal werden und unser Leiden wäre noch grösser.

 

Desshalb positionieren wir uns klar gegen die Selbstbestimmungsinitiative.

 

HIER findest du die Menschenrechtskonvention

 

HIER findest du informationen gegen die Initiative

 

Und um fair zu sein: Hier findest du informationen FÜR die Initiative

 

Was denkst du dazu? Sag uns deine Meinung!

 

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